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Wie optimiert Wayfinding die Personenströme im Krankenhaus?
Für Patienten und Besucher können Krankenhäuser wie echte Labyrinthe wirken: viele Abteilungen an einem Ort, verteilt auf mehrere Etagen, dazu reger Betrieb in den Gängen. Da verläuft man sich leicht. Für das medizinische Personal kann es zudem mühsam und vor allem zeitraubend werden, Besuchern und Patienten den Weg zu weisen, denn diese Zeit wäre in der Patientenversorgung besser aufgehoben. Deshalb ist it wichtig, sie so gut wie möglich zu leiten: Das macht ihren Krankenhausbesuch angenehmer und begrenzt zugleich das Risiko von Verzögerungen, die den gesamten Betrieb der Abteilungen beeinträchtigen können.

Beschilderung…
In unseren Krankenhäusern gibt es heute immer mehr Möglichkeiten, Besuchern die Orientierung zu erleichtern, angefangen bei der Beschilderung. Üblich sind große Schilder an den Gebäudeeingängen, die angeben, auf welcher Etage und manchmal sogar in welchem Gang sich die einzelnen Abteilungen oder die Sprechzimmer der Ärzte befinden, dazu Wegweiser in den Fluren. Außerdem hängen Lagepläne aus, vor allem in der Eingangshalle und an strategischen Stellen wie bei Aufzügen und Treppenhäusern. Sie zeigen die Ein- und Ausgänge der Gebäude, die jeweilige Etage sowie wichtige Anlaufstellen wie Empfang und Verwaltung, Cafeterias und Toiletten.
Eine gute Beschilderung kann das Krankenhausgelände in ein stimmiges Gesamtsystem verwandeln, das Besucher willkommen heißt. Im Regionalkrankenhaus Orléansetwa sind die Abteilungen in farblich gekennzeichnete „Pole“ gegliedert: Notaufnahme und Operationssäle im roten Pol, Kardiologie und Neurologie im gelben Pol und Pädiatrie im grünen Pol. Zudem hat jeder Pol einen eigenen Empfangsbereich, der Besucher lotst. Es genügt also, zunächst den Pol der gewünschten Abteilung aufzusuchen (erkennbar an den Wänden in der jeweiligen Farbe) und dann den Schildern zu folgen oder am Empfang nach dem Weg zum Wartezimmer zu fragen.
…und ihre Grenzen
Diese Schilder sind jedoch nicht für jeden intuitiv genug, und das kann im Krankenhaus zu Problemen führen: Vor den Lageplänen sammeln sich Menschen, die sich zurechtfinden wollen, und in den Gängen geht es langsamer und mühsamer voran. Beim Patientenandrang in der ersten Welle der Covid-19-Krise reichte diese Methode zudem nicht aus, um die Personenströme zu steuern und dabei das empfohlene Social Distancing einzuhalten.

Digitale Lösungen, die Patienten den Weg weisen
Unsere Krankenhäuser müssen daher moderner werden, zum Beispiel durch mobile Anwendungen oder vernetzte Terminals, um solche Situationen zu vermeiden und das Wayfinding im Krankenhaus zu erleichtern. Wir nutzen auf unseren Smartphones immer selbstverständlicher GPS . Diese Technologie für eine Anwendung anzupassen, die uns durch die Gänge des Krankenhauses führt, wäre eine praktische Lösung, damit wir uns auf dem Weg zum Arzttermin nicht verlaufen. Wir könnten einfach den Arzt auswählen, bei dem wir einen Termin haben, und bekämen eine Route durch das Krankenhaus bis zum Sprechzimmer, ganz gleich, in welchem Gebäude und auf welcher Etage es im Verhältnis zu unserem Ausgangspunkt liegt. Zusätzlich ließen sich verschiedene Optionen für die Route einbauen, etwa die Wahl, ob wir lieber den Aufzug oder die Treppe nehmen, um die Etage zu wechseln, oder automatisch eine angepasste Route für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Digitale Lösungen auch für das Personal
Diese Beschilderung ist auch für das Personal nützlich, insbesondere für Zeitarbeitskräfte, neue Mitarbeiter oder Auszubildende, die sich bei ihrer Ankunft kaum im Haus auskennen. Sie orientieren sich daher meist an Lageplänen und Schildern, um sich im Gebäude zurechtzufinden. Eine mobile Anwendung mit Wayfinding könnte ihnen jedoch helfen, leichter ans Ziel zu kommen und Zeit zu sparen. Geolokalisierungstechnologien sind außerdem für die Ortung von Gerätennützlich: Für Pflegekräfte ist es ein Vorteil zu wissen, wo der Gerätelagerraum liegt oder welche Geräte der Abteilung sich gerade in ihrer Nähe befinden, damit sie benötigte Ausrüstung nicht erst lange suchen müssen.
Mobiles Wayfinding ist auch für externe Dienstleister nützlich: Kommt ein externer Techniker ins Krankenhaus, um ein vertraglich betreutes Gerät zu warten, folgt auch er der Wegführung in der mobilen Anwendung bis zu der Abteilung, in der das betreffende Gerät steht. Je klarer und präziser die Wegbeschreibung, desto schneller kann sich der Techniker dem Medizingerät widmen und es wieder einsatzbereit machen.

Fazit
Eine gute Beschilderung im Krankenhaus, Wayfinding-Methoden sowie Geolokalisierungstools für stationäre Patienten helfen, Menschenansammlungen vor den Lageplänen zu vermeiden und Verspätungen bei Terminen zu begrenzen, da sich die Sprechzimmer so pünktlich erreichen lassen. Bei einer Lösung mit RTLS (Echtzeit-Ortungssystem) ist zudem die Rückverfolgbarkeit von Patienten während ihres gesamten Krankenhausaufenthalts.
Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zu Wayfinding in Krankenhäusern.
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